Markttag in Quillan
Shownotes
Wir gehen auf den Markt — und zwar nicht nur zum Einkaufen. Seit wir in Südfrankreich leben, entdecken wir, dass Märkte hier viel mehr sind als Stände mit Gemüse, Käse und Brot. Sie erzählen von einer Gegend: von ihren Produkten, ihren Menschen, ihren Gewohnheiten und ihrem Rhythmus. Wir nehmen Euch mit auf den Markt in Quillan, tauchen in die lange Geschichte französischer Märkte und essen mit Euch Ziegenkäse, Crevettes und Lucques-Oliven aus dem Languedoc.
Ihr erfahrt:
- warum Märkte in Frankreich oft wie ein sozialer Treffpunkt funktionieren
- wer die Oliventapenade angeblich erfunden hat
- und was es mit Pyrenäenziege auf sich hat
Unsere neue Staffel:
Travel&Taste erzählt jetzt aus Südfrankreich — aus der Gegend rund um Quillan, am Fuß der Pyrenäen. Wir reisen nicht mehr von Land zu Land, sondern tauchen tiefer ein: in Märkte, Produkte, Menschen, einfache Mittagessen, Weine, Käse, Geschichten und die Frage, wie Freiheit schmeckt, wenn man bleibt.
Unser Nachschlag:
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Mehr über Travel&Taste, unser Buch und den Nachschlag: www.travelandtaste.world
Mehr über Annas Arbeit als Storymacherin: www.storymacherin.de
Mehr über Patricks Arbeit: www.patrickhemminger.de
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Transkript anzeigen
00:00:07: Bonjour, ihr Lieben und bienvenue zu einer neuen Folge Travel & Taste.
00:00:12: So schmeckt Freiheit in Südfrankreich!
00:00:14: Ich bin Anna... ...und ich bin Patrick Gemengel.
00:00:17: Und zusammen mit unseren Kindern sind wir ein Jahr durch Europa gereist auf der Suche nach dem guten Geschmack und den besten Essen.
00:00:24: Danach haben bei uns in SüDfrankreichen niedergelassen
00:00:27: In einem winzigen Weiler.
00:00:30: Wir haben die Einwohnerzahl fast verdoppelt als wir hierher gezogen sind.
00:00:33: Erkunden ihr das Lebensgefühl?
00:00:35: Ja, und ... Ihr wisst es ja.
00:00:38: Wo ist es besser zu spüren als auf einem südfranzösischen Markt?
00:00:41: Deswegen nehmen wir euch heute mit auf den Markt in Kiong!
00:00:48: Was man zwischen Ziegenkäse, Tappenade, Naturweinbrot und Honig alles über eine Gegend lernen kann?
00:00:54: Und warum ein verblanc unbedingt immer dazugehört?
00:00:58: Viel Spaß bei Travel and Taste.
00:01:00: – und santé.
00:01:13: Ja ihr Lieben, wir sind in Kion auf dem Markt und das ist nicht irgendein Ort.
00:01:19: Das is the place to be am Samstag
00:01:22: Genau weil samstags hier der große markt mit.
00:01:25: was ist der kleine samstag ist der große zwei, dreihundert Meter unter den Platanen voll mit Ständen.
00:01:32: Mit lauter Köstlichkeiten aus der Region.
00:01:34: die Bauern verkaufen ihr Obst und ihr Gemüse.
00:01:37: Die Ziegenschäfer verkaufen ihren Ziegenkäse.
00:01:40: Der Austernmann aus Settermittelmeer ist heute Morgen vier aufgestanden um die Austern aus dem Meer zu holen.
00:01:46: Ein Holländer verkauft Gouda.
00:01:48: Wir stehen direkt am Stand von unserem Lieblingsgemüsehändler Den wir nur die Hand nennen weil er so große Pranken hat mit denen er uns das köstliche Gemüso verkauft.
00:01:57: Es ist einfach herrlich.
00:01:59: Genau, das ist für uns ein heiliger Moment dieser Marktbesuch am Samstag.
00:02:03: und vor allem das Schönste ist dass wir das Gefühl haben Wir sind ja angekommen.
00:02:08: man sagt jetzt zu uns Bonjour!
00:02:09: Man grüßt uns, ne?
00:02:11: Man kennt uns!
00:02:12: Man ist auch manchmal bisschen böse mit uns wenn wir zu spät kommen Und dann nichts Gutes mehr kriegen.
00:02:17: Ja heute sind wir ein bisschen spät dran Das geben wir zu, wir haben ein bisschen so lange geschlafen.
00:02:20: Da sagt er die Hand schon ganz böse.
00:02:22: Aber heute ein bisschen später, das habe ich kein Gemüse mehr
00:02:24: Ja und der Eiermann oder die Eierfrau meinten Ja, was wollt ihr?
00:02:30: Sag doch Bescheid vorher, wann ihr wie viele Eier wolltet.
00:02:33: Legen wir die euch an die Seite!
00:02:35: Und jetzt gehen wir noch herrlichen Ziegenkäse kaufen und dann gibt es einen petit blanc in der Bar unter den Platanen.
00:02:55: Mit all diesen herrlichem Dingen sind wir nicht in die Bar gegangen unter dem Platan, die war voll... Wir haben uns gedacht Wir nehmen das ganze Zeug mit in unserem Korb, die ganzen herrlichen Dinge und packen sie einfach mal hier mit euch aus.
00:03:09: Und essen zusammen und erzählen euch was über den Märkte!
00:03:13: Also wir essen euch jetzt eigentlich etwas vor, machen euch extrem Hunger...
00:03:17: Appetit auf
00:03:19: diese Gegend!
00:03:20: Ja,
00:03:20: die Märkte ist wirklich ein ganz altes Ding.
00:03:25: Die Märkte gibt es ja auch in Deutschland, deutsche Wochenmärkte.
00:03:28: Das geht zurück bis ins Mittelalter.
00:03:30: Da merkte wichtige Treffpunkte, Handelsplätze.
00:03:33: Da wurden Geschäfte gemacht.
00:03:35: Ja da wurde sich versorgt fürs ganze Leben!
00:03:37: Und in Frankreich ist eben das Besondere dass dieses System über die Jahrhunderte immer wieder modernisiert wurde und sich angepasst hat an wechselnde Bedürfnisse, die wechselnden Bedürfenisse der Händler und den Menschen weil es klingt so manchmal auch ein bisschen sehr nach Völklore hier.
00:03:56: Auch in Frankreich kaufen fast sechzig Prozent der Menschen ihre Nahrungsmittel im Supermarkt ein.
00:04:02: Aber daneben gibt es kleine Spezialgeschäfte und es gibt eben noch die Märkte, und das ist wirklich besonders!
00:04:08: Du hast in Frankrich ca.
00:04:09: thirty-five Tausend kleine Gemeinden Extrem viel im europäischen Vergleich.
00:04:15: In jeder Gemeinde steht noch eine Marie, also ein Rathaus.
00:04:18: Das hat dann zum Teil nur zwei Tage die Woche.
00:04:20: Nein!
00:04:20: Zwei Stunden die Woche offen.
00:04:22: aber dort wird entschieden wir wollen einen Markt ja oder nein und die allermeisten entscheiden sich wir wollen das und dann sieht man in den kleinsten Dörfern ist so ein zentraler Platz und da ist dann ein Schildparkverbot an irgendeine beliebigen Wochentag von sechs bis zwölf Uhr weil Marschee Markt.
00:04:41: Das sind dann manchmal auch nur zwei, drei Stände in den kleinen Dörfen.
00:04:45: bei uns im Kian sind es viel mehr.
00:04:47: aber das ist enorm wichtig dieser Tag.
00:04:50: Genau weil es eben ein Treffpunkt ist.
00:04:52: man trifft sich hier die Menschen kommen zusammen dass es einen Sehen und gesehen werden.
00:04:57: also wir werden ja mittlerweile auch begrüßt auf dem Markt.
00:04:59: Bonjour haben wir euch ja vorhin auch schon erzählt Ja
00:05:02: und es ist wirklich... Wir haben ja so drei große Gruppen an Menschen über diesen Markt gehen.
00:05:07: das sind zum Einen im Sommer die Touristen, dann sehr viele Engländer, die hier leben und die Franzosen.
00:05:14: Und diese Gruppen begegnen sich auf dem Markt!
00:05:18: Da kommt man ins Gespräch, kommt in den Austausch... Und es gibt sehr viele Händler aus der Region, die hier ihre Sachen verkaufen und wir haben zum Beispiel einen ganz, ganz netten Käsemann.
00:05:30: Das würde sich für den nicht lohnen einen Laden in Kionn zu betreiben.
00:05:34: dafür ist das Dorf nicht groß genug aber er isst dann samstags Hier sonntags ist dreidäuferweit ein Esperaza-Markt da treffen wir auch den Honigmann Da ist der Käseman Die Beliefern bedienen an aufeinander folgende tagen einfach verschiedene städte und dadurch lohnt sich das wiederum.
00:05:51: Und was ich auch interessant fand, es gab eben mal eine große Studie.
00:05:56: Bis in die neunzehntfünfziger-sechziger hast du ja eben auch gesagt da kamen die Supermärkte auf.
00:05:59: bis in die Neunzehnfünftiger-Sechzige haben alle auf den Märkten eingekauft.
00:06:03: Der ist
00:06:03: Versorgung plus Markt und tauscht auch viel!
00:06:07: Ich hab Gemüse gibt mir dafür deinen Ziegenkäse
00:06:10: Genau.
00:06:10: Und dann kamen die Supermärkte und dann haben natürlich viele sind umgeschwenkt auf die Supermerkte, aber die Märkte haben sich nie unterkriegen lassen!
00:06:17: Das heißt, sie existieren immer noch neben den großen Supermerten – das ist enorm wichtig hier.
00:06:23: Heute spricht man sogar von einer Art Renouveau, eine Art Wiederbelebung... dieser Märkte.
00:06:27: Wir merken das ja auch überall, aber genug gequasselt Patrick!
00:06:31: Ein
00:06:31: ganz wichtiger Respekt.
00:06:32: noch ist es gerade für alte Menschen enorm wichtig die in der Stadt wohnen und die Märkte sind in der Statt.
00:06:38: Die französische Omi kann jetzt nicht unbedingt mit dem Auto die Ausläufer der kleinen Stadt fahren wo halt der Supermarkt ist Aber mit Rollator- und Ziehwerklichen schafft sie's noch auf den Markt.
00:06:48: Da gibt´s ja auch den Backhound alles auf dem Markt.
00:06:51: Es ist alles da und steht hier schon bei uns auf dem Tisch liebevoll angerichtet von Patrick Patrick, walte dann ins Amtes.
00:06:59: Immer wenn sie das sagt, kriegt Anna Durst!
00:07:02: Wir
00:07:02: haben
00:07:06: einen Wein aus einer Rebsorte die wir in anderen Ländern meistens nur mit der Kneifzange anfassen
00:07:15: Aber der uns hier außer... Wie
00:07:16: lieben wir ihn?
00:07:17: Außerordentlich gut schmeckt.
00:07:18: Chardonnay
00:07:20: Da kannst du mich in Deutschland mit jagen Das ist parfümiert, dass es dick.
00:07:25: Also auf jeden Fall die Chardonni hier Es is ja sehr heiß.
00:07:29: Man könnte davon ausgehen, dass ist alles dick und schwer.
00:07:31: Nein!
00:07:31: Wir haben einen Wein vom Weingut Dom Brioil namens Minuit, also Mitternacht der Weinherrn.
00:07:39: Die lesen die Trauben für diesen Wein um Mitternachten.
00:07:41: Ich fragte warum?
00:07:41: Ist es da noch kühl?
00:07:42: Er meinte nur... Keine Ahnung.
00:07:45: Vielleicht Marketing.
00:07:46: Wir wissen
00:07:47: das nicht, wir waren doch nicht vor Ort.
00:07:48: Der
00:07:48: ist Richtung Mittelmeer, also da ist es noch heißer, noch trockener hat aber gerade mal zwölf Umdrehungen.
00:07:56: Und wenn wir das so sagen, Petit Blanc sagt man in der Bretagne.
00:07:58: Hier sagt man eben Wehrblanc ein kleines Gläschen Weißwein.
00:08:02: Genau hier am Anfang wollten wir auch Petit-Blanc bestellen und keiner wusste was ihr meint.
00:08:07: Genau das kleine Weiß weinigen dass man sich hier um zwölf genehmigt unter den Platanen bei dem Markt.
00:08:14: Wir haben
00:08:15: ich würde sagen wir fangen mal an mit dem Meer.
00:08:20: Das ist ja das Besondere hier an dieser Region das macht sie auch kulinarisch so spannend Dass wir in diesem Zwischenraum zwischen Meer und Bergen unterwegs sind.
00:08:31: Und wir haben einen Austern- und Fischhändler auf dem Markt, der kommt aus Set, das ist so ungefähr zwei Hundert Kilometer von hier entfernt, fährt dann zweihundert Kilometern hier runter auf den Markt, verkauft hier seine Austern, seine Krivet, wie übersetzt man die eigentlich?
00:08:45: Krabben.
00:08:46: Das sind rosa Farbene diese dicken Scampis.
00:08:50: Und ganz leckere kleine Doraden.
00:08:53: Die sind so klein und gehen eigentlich auf meine Handfläche aber super!
00:08:57: Wir haben auch Sardinen bei ihm geholt.
00:08:59: Die werden wir heute Abend in die Pfanne schmeißen.
00:09:01: Ne morgen.
00:09:02: Heute Abend ist in Frankreich nämlich ein ganz besonderer Tag.
00:09:04: es
00:09:04: ist Fett, Döller Musik.
00:09:05: Ganz Frankreich musiziert davon gerne einen anderen Mal mehr.
00:09:09: Patrick Jetzt
00:09:09: hier so eine Krivette.
00:09:11: Schält sich eine Krivette?
00:09:12: Das spritzt osa-farbener Saft auf unsere Aufnahmegeräte.
00:09:18: Das haben wir auch noch nicht so gemacht.
00:09:22: Die ist um die Zähne zu schälen, also die ist nicht zäh, die lässt sich schwer schäeln.
00:09:28: Boah!
00:09:29: Mh!
00:09:30: Mit den Schwammgästern noch ne?
00:09:31: Mh.
00:09:33: Braucht man nichts dazu.
00:09:35: Das heißt ja vielleicht diesen salzigen Chardonnay.
00:09:40: Weißsalzig.
00:09:41: Krabberisch.
00:09:43: Meinen passt perfekt.
00:09:45: Krammen... Weißwein, man kann ja bei dem Austernhändler und dem Krabbenhändlern sich auch direkt die Austern knacken lassen.
00:09:53: Und die Krabbe vorbereiten lassen.
00:09:55: Dann steht man an einem Stetisch und kann dort direkt alles essen!
00:09:59: Das finde ich so herrlich.
00:10:00: Holt
00:10:00: sich das Glas weisswein dazu aus dem Café darüber?
00:10:05: Das ist einfach die Frische der Produkte.
00:10:09: Ist eine Stunde zu mir.
00:10:11: Da kriegt man die Tierchen frisch.
00:10:13: Ja, lass uns mal über den Ziegenkäse reden.
00:10:15: Wir haben ja verschiedene Ziegenkässe auf dem Tisch.
00:10:17: Vier Stück
00:10:18: und zwar in den Stufen frais, also frisch und dümmi-frais halbfrisch.
00:10:23: Der ist dann schon ein paar Tage alt.
00:10:25: Letzte Woche hatten wir auch mal einen drei Wochen Alten.
00:10:28: Das ist lecker aber braucht man nicht jeden Tag.
00:10:30: Ist was für Kenner und Liebhaber?
00:10:31: Hätte sagte der Ziegen-Käsenhändler aber auch selber.
00:10:33: das ist etwas für Kenna und Lieber.
00:10:35: Genau
00:10:35: da hast du den Geschmack noch nach zwanzig Minuten im Mund meinte er.
00:10:38: Und worauf ich besonders gespannt bin direkt gegen sich gegenüber stehen zwei Ziegenkäsehändler.
00:10:43: Und wir haben von beiden einen Dömmifré,
00:10:45: das ist ein
00:10:48: Fré und ein Brick.
00:10:50: der hat hauptsächlich eine andere Form.
00:10:51: Schneid doch mal von allen ein Stück ab und reiche mir ein Baguette und ich erzähle euch in der Zeit ein bisschen was über den Ziegenkäse.
00:10:58: hier gibt es ja kaum Käse.
00:11:00: also es gibt kaum Kuhkäse.
00:11:02: es gibt sehr viel Schaf- und Ziege.
00:11:03: das liegt eben an der Landschaft Karg hier, wir sind ja schon fast an dem Fuße der Pyrenäen und dort leben einfach viele Ziegen weil sie mit dem Gelände zurechtkommen.
00:11:14: Das ist für andere Nutztiere schwieriger so diese Hänge gestrüppte Wald, diese Garik, diese Kargenweiden.
00:11:20: aber Ziegen finden das köstlich.
00:11:23: die lieben Brombeeren, Ginster Haselnuss und anderes Laub oft mehr als Gras.
00:11:28: Ist total faszinierend.
00:11:29: Die fressen das, was andere übrig lassen.
00:11:31: Interessant ist auch die Pyrenähenziege.
00:11:33: Die war fast verschwunden und ausgestorben.
00:11:36: Sie galt irgendwann als altmodisch.
00:11:38: Aber dann hat man gemerkt, dass sie eine Landschaftspflegerin ist.
00:11:42: Man hat versucht, sie wieder zu beleben.
00:11:43: Es ist gelungen.
00:11:45: Und es gab krasse Waldbrände hier letztes Jahr in der Gegend ... Aber in den Gegenden, wo Ziegen geweidet haben oder wo diese Nutztiere noch waren... ...Ziegen und Schafe.
00:11:56: Da gab es weniger Waldbrände?
00:11:58: Ja
00:11:58: die halten das Unterholz kurz.
00:12:00: Die halten das unterholt die Sträucher über die sich Feuer eben leicht verbreiten kann.
00:12:06: Das halten sie kurz.
00:12:07: Und nach diesen großen Waldbränden im Corbière haben sich die Schäfer zu Wort gemeldet und dann gesagt er lasst uns dadurch einfach wieder hin!
00:12:13: Dann haben wir diese Probleme nicht, weil sich die Feuer nicht so leicht verbreiten können.
00:12:17: Weil wir haben auch jetzt schon seit ungefähr drei Wochen nicht mehr geregnet und die Wiesen draußen sind braun.
00:12:24: Aber lass uns verkosten!
00:12:25: Lass uns essen.
00:12:26: also fangen mit dem frischen an würde ich sagen.
00:12:28: der
00:12:29: Frey
00:12:29: ist jetzt so zwei drei Tage alt.
00:12:32: das ist ganz leicht frisch bisschen säuerlich aber nicht kräftig also nicht stark säuerlig.
00:12:40: gerade bei diesen Temperaturen werden heute wieder weit über
00:12:44: dreißig
00:12:46: grad.
00:12:50: Das ist schon mal köstlich.
00:12:51: Und jetzt bin ich sehr gespannt, die beiden Dimmifrep gegeneinander.
00:12:55: weil wenn ihr uns in eine alte Folge rein hören wollt da waren wir auf unserer Reise auch hier im Süden haben wir Auch eine Ziegenkäserei besucht und die Käserin sagte uns, das Geheimnis ist die Molke.
00:13:06: Also die tauschen dann untereinander Molke aus so wie Bäcker-Sauerteig austauscht.
00:13:11: Die schmecken die Käse auch immer.
00:13:13: anders kommt natürlich auch davon was die Ziegen
00:13:15: gefressen haben.
00:13:17: Wenn sie jetzt viele Brombenbeeren gegessen haben, schmeckt es vielleicht auch leichte Brommenbeere.
00:13:21: Stachlich!
00:13:23: Ich kann mich reinlegen, nicht in dieser Platte aber... Und diese Weihnachtstelle gegen dazu Leute Leute, Leute.
00:13:35: Kommt hier
00:13:35: rüber.
00:13:36: Also es ist so herrlich!
00:13:37: Diese Ziegenkäse da gibt's eine Vielfalt ne?
00:13:40: Mal sind sie frisch mal aschig, mal runzlig, mal kräftig, mal noch ganz milchig.
00:13:45: Jetzt würde ich vorschlagen, machen wir mal ein kleines Kontrastprogramm und widmen uns mal den Oliven.
00:13:50: Genau.
00:13:51: Es gibt hier unten nämlich eine ganz tolle Sorte.
00:13:53: zu der hast du bisschen was rausgefunden Anna.
00:13:55: das finde ich sehr spannend.
00:13:57: Das sind die Lüx-Dulong-Dog.
00:14:00: Also wir sind ja hier.
00:14:01: Ja, die Lücke du Long Doc!
00:14:03: Wir sind ja im Long Doc
00:14:05: und
00:14:06: Russion, früher Occitanien jetzt auch wieder, Region Occitanie das ist aber ein weites Feld werde ich euch mal an anders erzählen.
00:14:14: Und diese Lücs...die sind nicht so rund wie andere Oliven sondern eher so ein bisschen länglich halbmondförmig gebogen.
00:14:20: Sie sind nicht schön, aber die inneren Werte Oho!
00:14:24: Ja sie sind richtig lecker.
00:14:25: also es gibt hier wenig Oliwenöl vor Ort.
00:14:28: Ich kenne eine Sorte, die wir im Bioladen manchmal kaufen.
00:14:31: Aber diese Oliven sind so lecker und die werden hier oft als Apparativ-Oliwe angeboten weil sie so klein, fein ganz mild sind aber auch so
00:14:39: fein... Das ist ein schönes Wort ne?
00:14:40: Eine Apparitiv-Olive?
00:14:41: Ja!
00:14:42: Eine Apparativolyve kriegt man hier.
00:14:45: Also die sind wirklich außergewöhnlich gut.
00:14:47: Also sie sind sogar AOP geschützt.
00:14:49: also hier haben wirklich klare Herkunftsbezeichnungen und Regelung.
00:14:52: Ja, man hat ja oft ansonsten Oliwen groß dick fleischig Aber mit ein bisschen wenig Geschmack schmecken hauptsächlich nach der Salzlake in den Silaken.
00:15:03: Und hier schmeckst du wirklich die Oliven.
00:15:05: Sie sind relativ hochpreisig?
00:15:07: Ja!
00:15:08: Im Supermarkt kriegst du im Kostenglas, glaube ich, zehn Euro oder so.
00:15:11: Schon halbes Kilo
00:15:11: ja... Aber vom Hersteller auf dem Markt ist es so fünf.
00:15:14: Es ist relativ hoch preisig für die Gegend.
00:15:15: aber zum Beispiel unsere Kinder, die vertilgen innerhalb von zehn Minuten ganzes Glas.
00:15:19: Die lieben das.
00:15:19: Man
00:15:20: merkt geschmacklichen Unterschiede.
00:15:21: Außerdem haben wir wie immer Bock auf regionalen.
00:15:24: Das ist nicht rauszukriegen.
00:15:25: Wir wollen regional, wir wollen das was vor Ort ist und das ist ja auch das Schöne an den Märkten.
00:15:30: Klar hat man auch Großhändler da, wenige.
00:15:33: Man hat immer die Produkteur, man hat immer diese Leute Die Akkri-Kultur, diese Bauern Die Landschaft bewirtschaften, Akkrikulteur ist auch so schön Der jemand der die Erde kultiviert Eben,
00:15:46: da steckt das Wort Kultur drin
00:15:48: Das ist wunderschön
00:15:49: Und das is in der deutschen Landwirtschaft Das wird bewirtschaftet.
00:15:54: Das ist einfach
00:15:56: ... Der Akkriktur, da gibt es halt verschiedene Produzenten, die wir auch kennenlernen und es gibt sehr viel und sehr viel Bio-Patrick.
00:16:05: Also auffällig viel Bio.
00:16:07: Auffälliger
00:16:07: Bio ist hier in der Gegend ja auch einfach, muss man sagen leichter als woanders weil es ist heiß, es ist trocken und es ist die ganze Zeit Wind.
00:16:15: das heißt dass mal die meisten Dinge gegen die man spritzen muss sind ja Pilz also volles Krankheiten Und die sind hier einfach ein deutlich geringeres Problem als woanders.
00:16:27: Deswegen gibt es auch so viel Naturwein, also Wein bei dem kaum was gemacht wird.
00:16:30: Da machen wir noch mal eine extra von uns.
00:16:32: Ja
00:16:32: auf jeden Fall!
00:16:32: Das ist ja auch im Prinzip ein Naturweind, den wir trinken gerade kein Schwefel und nix.
00:16:36: Der wird ja auch um Mitternacht geerntet.
00:16:38: Machen wir das Glas
00:16:39: auf.
00:16:39: Wir haben hier einen Tabenade, Olivenpaste... kennt man ja so, ist ja eigentlich eher was, was aus der Provence kommt und auch der Name ist total interessant.
00:16:49: Weil das ist eigentlich das provincialische Wort für Carpan-Tapeno oder Tapenas.
00:16:53: Also streng genommen ist er nicht nur ein Olivenpaste sondern auch etwas wo neben den Olivern die Carpan eine zentrale Rolle spielt.
00:17:02: Also riecht man auch?
00:17:02: Riecht mal auch ne!
00:17:03: Und es gibt da auch ganz schöne Entstehungsgeschichte.
00:17:06: Ohja köstlich von der... Die führt uns nach Marseille, das ist ein bisschen entfernt von hier.
00:17:13: Dort soll der Küchenchef Ménier im Restaurant La Maison d'oree eine Paste aus Kapern, schwarzen Oliven an Chovis, Tunfisch Gewürzen, Olivenant und sogar Kognac zubereitet haben.
00:17:26: Das könnte die Geburtsstunde gewesen sein man ist sich aber nicht sicher.
00:17:29: auf unserem Markt wird sie auf jeden Fall angeboten Von diesem Oliwen Bauern Produzenten Agrikulteur.
00:17:37: Der hat auch Kapern drin Und das passt hier so hin.
00:17:41: Ich finde, es ist so schön ... Wir haben Ziegenkäse auf der einen Seite, Patrick?
00:17:45: Dieses ... Was für diese Landschaft hier steht!
00:17:48: Für das Karrege.
00:17:49: und dann haben wir diesen ... Diese Krivetten natürlich mehr.
00:17:52: und das wieder was auch so südfranzösisches Lebensgefühl ist, dieses Tappenadeaufbrot.
00:17:56: Tappennade, Patrick.
00:17:59: Ziegenkäsum Weißmein vielleicht auch Hosee.
00:18:03: Das ist französische Lebensgefühle.
00:18:06: Das ist Savoivre.
00:18:09: Die Kunst zu leben habe ich eben noch mal nachgelesen und der Begriff kam eigentlich ursprünglich daher, dass Savoa Viva heißt die Kunst sich zu benehmen wissen.
00:18:19: Aber es wird heute eher in dem Kontext gesehen des guten Lebens.
00:18:23: Achs wie Wendy!
00:18:26: Ich wusste das du diesen mit jetzt bringst.
00:18:29: Das ist wirklich ein... Also auf den Markt gehen is so was wie in sein Wohnzimmer gehen hier.
00:18:35: Da sind nette Menschen, die grüßen dich Die fragen, warum seid ihr heute so spät?
00:18:40: Oder heute habe ich was ganz Besonderes Gutes für euch.
00:18:43: Ja!
00:18:44: Und was auch eine Rolle spielt in dieser Region das ist das Fleisch.
00:18:50: Auch die Ziegen werden jetzt nicht ganz so gegessen.
00:18:53: Schafe schon.
00:18:54: Lamm
00:18:55: wird gegessen... Obwohl die einen Ziegenhändler oder Käseverkäuferin hat auch immer Fleisch dabei.
00:19:02: Das stimmt.
00:19:03: Ähm, Kuh gibt es auch.
00:19:05: Wie gesagt, wir haben schon mal drüber gesprochen.
00:19:07: Vier Geflügel und es gibt einen Metzger auf dem Markt der hat von seinen eigenen Schweinen selbst geschlachtet.
00:19:12: Salami.
00:19:14: Wir essen zur Zeit kaum noch Fleisch bei unseren Kindern mal wieder keins essen und wir auch relativ wenig bei der Hitze ...
00:19:19: Ich weiß nicht wann das letzte Mal Fleisch getroffen
00:19:21: ist.
00:19:21: Das
00:19:21: ist eine Woche her sein.
00:19:22: Wochen!
00:19:23: Wir sind eigentlich hauptsächlich vegetarisch
00:19:24: Genau.
00:19:25: Aber hier Jakob hat sich mal wieder eine Salami gewünscht
00:19:28: Diese schöne trockene?
00:19:30: Genau Die fragen dann immer Sesh u sesh sesh, also trocken oder trockentrocken.
00:19:36: Und ich sag dann immer trocken trocken und dann tatscht er jeder einzeln an und sagt dann die ist gut.
00:19:42: Die ist gut!
00:19:45: Patrick wenn du mit einem Satz den Markt beschreiben könntest welcher wäre das?
00:19:53: Wohnzimmer reicht mir ein Wort.
00:19:55: Für mich habe es dir auch gerade morgen gesagt es ist für mich wie eine Pause machen von allem vom Alltag.
00:20:00: Ich sitze da beim kleinen Kaffee.
00:20:02: mann.
00:20:02: Es gibt auch einen Kaffeestand Ich lieb's, der hat immer so eine kleine Maschine.
00:20:06: Da trinkt man für einen Euro sein Espresso und ich sitze da, guck mich um unter den Plattamen ein leichter Wind weht.
00:20:13: diese Gerüche ist für mich pure Erholung dort zu sein es entspannt mich.
00:20:19: Das ist auch noch ganz wichtig.
00:20:20: So ein Marktbesuch ist kein Punkt auf der To-do Liste, den man abhaken muss weil man jetzt halt wieder was zu essen braucht für die nächsten Tage.
00:20:28: da geht man gerne hin.
00:20:29: Ja das
00:20:29: gehört einfach dazu hier.
00:20:31: Also Marktbesuche ist Pflichtbesuch Und vielleicht noch einen Einsatz.
00:20:35: Unterschied, wir haben ja Qionin-Markt und da reden aber auch in einer anderen Folge nochmal drüber gibt es noch ein völlig verrückten Markt hier.
00:20:41: der ist Sonntags in Esparaza oder Esperasa wie wir gerne immer erzählen weil wir mal bei einem Immobilienmarkler aus England waren von Esparasa sprach.
00:20:50: das ist ein Dorf das hier fünf Kilometer entfernt ist.
00:20:53: einmal über dem Berg rüber kann man auch zu Fuß hin.
00:20:56: eine Stunde langer Weg da ist sonntags immer markt.
00:21:02: Ich glaub, das ist der verrückteste Markt den ich kenne.
00:21:05: Viel Handwerk, viele Menschen sehr viel esoterik... Es ist toll!
00:21:10: Das muss man auch mal gesehen haben.
00:21:11: Ein ganz anderes Lebensgefühl.
00:21:12: Da geht man eigentlich nicht hin um jetzt Lebensmittel einzukaufen, da geht man hin ...um sich aufzuladen mit kreativer Energie.
00:21:20: Genau und gucken was der verfrückte Vögel rumrennen?
00:21:22: Das ist großartig.
00:21:23: Kommt in die Gegend.
00:21:24: Also Märkte sind hier The Place To Be.
00:21:27: Ich kann's nur jedem raten und wir freuen uns dass ihr wieder dabei wart.
00:21:31: Genau, wir setzen uns jetzt in den Schatten und essen das hier auf.
00:21:34: Essen das hierauf?
00:21:35: Freuen uns wenn ihr unsere Kommentare da lässt, wenn ihr unseren Podcast abonniert oder weiter empfehlt.
00:21:41: Unser Buch gibt es überall da wo es Bücher gibt!
00:21:43: Und alle Infos über uns wie immer unter travelandtaste.world.
00:21:49: Genau schön dass ihr dabei wart.
00:21:51: Bis zur nächsten Folge.
00:21:52: Es ist und bleibt spannend.
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